Der FriedensWinkel

PeaceCorner

...in der Alten Schmiede....Ort der Stille, des Rückzugs und der Bewusstwerdung...eine Oase an der Ostsee...


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Apokalypse

 

ist griechisch und bedeutet Ent-schleierung.

Es geht also nicht um Krieg, sondern um Erleuchtung.

Es geht auch nicht um den Tod.

Es ist ein Seelenzustand, der uns Wahrheit erkennen lässt.

Kein Weltgericht in ferner Zukunft, sondern hier und jetzt.

 

Morgan Freeman in „Das Rätsel der Schöpfung“

Video von Eckhart Tolle: Angesichts des Unglücks bewusst bleiben


In diesem Video zitiert Eckhart Tolle ein Gleichnis aus der Bibel und vermittelt, wie wir angesichts der aktuellen Krise bewusst bleiben können. Das Video ist nur in englischer Sprache verfügbar. Auf YouTube gibt es noch mehr lohnenswerte Videos von Eckhart Tolle.


Text des Weisheitslehrers Llewellyn Vaughn Lee zur Corona Krise


 

"Dies ist die dritte Woche des „Log-down“ ( <Runter fahren> ) oder des „Schutz durch zuhause bleiben“. Wir dürfen nur den Lebensmittelladen besuchen oder Sport treiben. Ich habe das Glück, in einer kleinen Küstenstadt in Nordkalifornien zu leben, also war meine morgendliche Übung ein Gang durch eine regennasse Landschaft an der Küste, meine einzigen Begleiter waren eine Familie von Wachteln, die vor mir her huschten. So gab es Raum nachzudenken, zu schauen auf die „Landschaft“ dieser Pandemie, welche die Welt so vollständig im Griff hält.

 

Zunächst muss ich gestehen, dass mein Leben sich nicht so sehr geändert hat. Ich liebe die Einsamkeit und lebe in der Stille und ziehe es vor, zu Hause zu kochen anstatt außer Haus zu essen. So lange ich spazieren gehen kann und Brot und Gemüse kaufen kann, bin ich zufrieden. Aber überall in der Welt wird eine andere Geschichte erzählt, voller Angst und Furcht und wirklicher Sorge: Menschen verlieren ihr Leben und ihre Lebensgrundlage. Wir wissen noch nicht, wie sich diese Geschichte entwickeln wird und wie lange wir in diesem Würgegriff bleiben müssen, aber wir können jetzt beginnen, die Zeichen zu lesen.

 

Das offensichtlichste Zeichen ist, dass wir, trotz aller Verkündigungen von Politikern und Populisten, die den Nationalismus beschwören, in einer Welt leben, in der wir – wohl oder übel - alle miteinander verbunden sind. Seit dem späten Dezember, innerhalb von drei Monaten hat sich ein neuer Virus von einem Markt in Wuhan/China ausgebreitet auf fast alle Länder der Welt. Das spiegelt die Realität unserer gegenwärtigen Zivilisation. Und so wie sich der Virus ausbreitete, explodierte auch der ökonomische Effekt, als die Versorgungslinien unserer globalen Wirtschaft einfroren. Politische Führer versuchten die Grenzen zu schließen, doch der Virus hatte sich längst pandemisch ausgebreitet über die ganze Welt und die globalen Märkte dem freien Fall ausgeliefert. Nun stehen wir vor einer globalen Wirtschafts- und zugleich einer globalen Gesundheitskrise.

 

Die häufigste Reaktion auf das Virus war die Selbstisolierung, alles außer den wesentlichen Diensten wurde geschlossen. Die Isolierung ist der älteste und am besten erprobte Weg, um die Ausbreitung einer Krankheit zu verhindern. Im Mittelalter wurden ganze Städte unter Quarantäne gestellt, damit die Pest sich nicht ausbreiten sollte. Jetzt wurden die Schulen und Geschäfte geschlossen und kürzlich wurden die Pubs in England und die Strände in Florida endgültig für Publikum verboten, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu begrenzen und zu verhindern, dass unsere Gesundheitssysteme von diesem Erreger überwältigt werden. Und plötzlich befinden wir uns mitten in einer Wirtschaftskrise - unsere konsumorientierte Gesellschaft ist zum Stillstand gekommen. Da fast 80% aller Amerikaner von Monatscheck zu Monatscheck leben, entwickelt sich diese Krise sehr schnell. Sie müssen entscheiden, ob sie die Monatsmiete zahlen oder Lebensmittel einkaufen - und was passiert, wenn sie sich beides nicht mehr leisten können?

 

Und in den am stärksten gefährdeten Ländern der Welt erhöht sich die Gefahr, dass die Armen noch ärmer werden und etwa der Rikschafahrer ohne Kunden nichts mehr hat, um seine Familie zu ernähren.

 

Wir sind alle Teil einer globalen Zivilisation und unsere derzeitige ökonomische Struktur erweist sich plötzlich als sehr zerbrechlich. In wenigen Monaten kann sie zusammenbrechen. Schon können wir die Märkte im freien Fall beobachten, um bis zu 30% sind sie schon zusammengebrochen und in Amerika könne die Arbeitslosigkeit in einem Maß steigen, wie man es seit der „Großen Depression“, in der Millionen ohne Arbeit waren, nicht mehr erlebt hat. Die als am mächtigsten geltende Wirtschaft bricht plötzlich wie ein Kartenhaus zusammen, einfach nur angeblasen vom Atem eines Virus.

 

Wir scheinen kein anderes ökonomisches Modell zu haben als unsere derzeitige von Konsum geleitete Kultur. Das ist so wie eine Monokultur, die von einer Krankheit befallen wird, wie die große Hungersnot in Irland, als die Kartoffelkulturen, das Grundnahrungsmittel der Zeit, durch eine Krankheit zerstört wurden. Doch jetzt gibt es keinen Ort, zu dem wir emigrieren und ein neues Leben beginnen können. Und keiner der Politiker und Führer bietet Alternativen, außer, dem Versprechen, dass wir möglichst schnell zur „Normalität“ zurückkehren sollten. Aber ist das wirklich das, was unsere Welt braucht? Um den englischen Schriftsteller Paul KINGSNORTH zu zitieren:

„Was die Zivilisation am liebsten möchte ist, zur Normalität zurück zu kehren. Normalität, das ist: billige Flüge und Klamotten, normal ist, dass chinesische Mädchen unter Aufsicht von Bewaffneten unsere T-Shirts nähen, normal sind biblische Buschfeuer und von Öl verseuchte Meere, normal ist, dass das Leben in den Städten kollabiert und die Menschen die Mieten nicht mehr zahlen können und internationale Konferenzen unter großem Aufwand und ohne Resultate veranstaltet werden, normal ist, dass afrikanische Kinder sich beim Suchen im Plastikmüll vergiften, den wir an ihre Strände geschickt haben, normal ist die Nitratvergiftung des Wassers, normal sind brennende Urwälder und das Sterben von Tier und Mensch in den Meeren….und Insekten und Vögeln in den Lüften…..

Wir sollten sagen: nie mehr „normal“. Nicht jetzt und niemals wieder!“

 (Finnegas, Emergence Magazine)

Ja, die Furcht derer, die sich mit dieser Krankheit auseinandersetzen müssen, ist real genauso wie die Furcht derer, die von der Hand in den Mund oder von Scheck zu Scheck leben müssen. Aber diese Pandemie hat auch eine kollektive Angst getriggert, die auch hier an der Küste fühlbar ist, wo doch meine einzigen Begleiter der Regen und die Wachteln sind. Das ist eine Angst, die aus der tiefen Weisheit unserer kollektiven Psyche aufsteigt, die weiß, dass unsere Zivilisation am Ende ist, dass sie das Haltbarkeitsdatum überschritten hat und keine Idee hat, was danach kommt.

 

So wie ein Wald verbunden ist durch ein unterirdisches Netzwerk von Pilzstrukturen, die es den einzelnen Bäumen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und sich bei Gefahr warnen, indem sie bestimmte Chemikalien in die Luft verströmen, so sind auch wir alle tief innen verbunden und teilen unser Wissen und unsere Weisheit über die Erde, unserer gemeinsamen Heimat. Und dieses Netzwerk schickt uns Warnsignale, dass unser derzeitiges Leben nicht nur nicht nachhaltig ist, sondern vorbei. Selbst wenn diese Pandemie zu einem Ende kommt können wir es uns nicht leisten, zur Normalität zurück zu kehren. Diese aktuelle Krise kann uns erwecken zu der Wahrheit, dass wir eine neue Art des Lebens brauchen, eine, die wirklich und wahrhaftig nachhaltig ist für die Erde und auch ihre nicht-menschlichen Bewohner. Dieser Virus kann verstanden werden als ein Teil des Schreis der Erde, die uns zuruft, dass wir diesen Traum des ewigen ökonomischen Wachstums endlich aufgeben und los lassen, der letztendlich zum Albtraum geworden ist und so viel von ihrer fragilen Schönheit und ihrem Wunder zerstört hat.

 

Auch wenn wir immer noch gefangen sind in dieser seltsamen Leugnung dessen, was um uns geschieht, erkennen wir allmählich, dass die kommende Klimakatastrophe real ist, wir haben es gesehen in den Buschfeuern in Australien, den Wirbelstürmen, den Hitzewellen. Wir werden sogar bemerkt haben, dass auf unseren Windschutzscheiben keine Insekten mehr kleben – es existiert diese Apokalypse des Insektensterbens: die fliegenden Insekten haben sich in den letzten 25 Jahren um drei Viertel reduziert ( das ist sehr bedeutsam, denn Insekten sind entscheidend am Beginn der Nahrungskette und für das Leben auf der Erde ). Und während die CO2-Emissionen weiter steigen kann man mit Greta Thunberg sagen: unser Haus brennt! Das ist nicht normal und auch die, die immer noch gefangen sind in den falschen Versprechungen unserer Konsumgesellschaft bekommen Angst, sogar Panik in der Tiefe ihrer Seele, im Kern ihres Seins. Statt zu denken, dies ist ein globaler Notfall, durch den wir irgendwie durch kommen in den nächsten Monaten sollten wir den Ruf hören und uns dem tieferen Sinn dieser Erfahrung öffnen und dem Leben selbst und was es braucht lauschen.

 

Sind wir in der Lage, an diesem Ort der Unsicherheit und des Nichtwissens zu verbleiben, offen für all die Fragen, die zu diesem Szenario gehören, in das wir da hineingestolpert sind? Wie können wir uns vorbereiten auf eine Zukunft, die so ungewiss ist? Können wir den einfachen Werten von Fürsorge und Mitgefühl füreinander und für die Erde treu bleiben? Verkrampfen wir uns hinein in eine Furcht oder öffnen wir uns für die Liebe?

 

Wir können ein Hoffnung darin sehen, wie die Menschen sich helfen und einander unterstützen, in den Familien, in den Kommunen, unter Freunden und Fremden (in England haben mehr als 400 000 Leute sich freiwillig gemeldet, um älteren Menschen zu helfen, die zu Hause in Quarantäne sind).

 

Und wenn es dann noch ein anderes Licht in diese Krise ist, dann ist es die deutliche Verringerung der Luftverschmutzung überall in China; Enten, Fische und klare Wasser kehren zurück in die Kanäle von Venedig. Und möglicherweise wird der Schock dieser Pandemie uns warnen vor der Gefahr, die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter zu verleugnen und zu warten, bis es zu spät ist. Und letztlich können wir hoffentlich erkennen, dass wir alle uns in diesem wiederfinden und das das Aus-der Balance-Geraten der Erde uns alle trifft, plötzlich und unerwartet. Oder aber, sind wir vielleicht schon, wie die Leute, die Party feiern an den Stränden, trotz der Warnung, Distanz zu halten, zu betrunken, um etwas zu merken und Sorge zu tragen?"

 

Llewellyn VAUGHAN-LEE ist der Autor vieler Bücher, unter anderem „Spirituelle Ökologie: Der Schrei der Erde“ und sein letztes Buch „ Heilung für die Erde – Spirituelle Verantwortung in einer Zeit globaler Krise“. Der Focus seines Schreibens und Lehrens liegt auf der spirituellen Verantwortung in unserer gegenwärtigen Zeit der Wandlung, der spirituellen Ökologie und dem Erwachen des globalen Einheits-Bewusstseins

 

~ Übersetzung: Dr. Mechthild Hammacher 2020


Christina von Dreien zur Corona-Krise



Buchtipp: Christina von Dreien "CHRISTINA, Band 3 - Bewusstsein schafft Frieden"


 

"Christina berichtet darin, wer wir Menschen in Wirklichkeit sind, warum die Zustände auf der Erde heutztage so sind, und in welche positive Richtung die globale Entwicklung vorangehen kann. Damit schenkt sie uns Zuversicht und Hoffnung auf eine Zukunft des inneren und äußeren Friedens und nährt unsere Ahnung, dass sämtlichen düsteren Prognosen zum Trotz letzten Endes alles gut sein wird."

~ Zitat aus dem Infoblatt des Govinda Verlags

 

Das Buch kann sehr gut gelesen werden ohne die ersten beiden Bände der Reihe zu kennen.

 


 

"Glück finden ist ganz einfach.

Wir brauchen nur unsere Perspektive gegenüber dem,

was wir als Glück bezeichnen, zu ändern.

Statt auf das kommende Glück zu warten,

können wir achtsam und dankbar sein für das Glück,

das schon hier ist.

Wir können die Wunder dort finden,

wo sie sind -

nämlich überall."

 

Christina von Dreien

 

 

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